5. Juni 2015

Film - Lauf Junge lauf

Etwas spät, jedoch wollte ich Ihnen meinen Eindruck von dem Film "Lauf Junge Lauf" (engl. RunBoyRun) nicht vorenthalten.


Film LAUF JUNGE LAUF - RUNBOYRUN

Am 23.02.2014 konnte ich, deutlich vor dem Starttermin, den Film "Lauf Junge Lauf" im Kino sehen. Erzählt wird die Geschichte des jüdischen Jungen Srulik, der sich im besetzten Polen vor den deutschen Besatzern verstecken und fast immer allein durchschlagen muss.

Angewiesen auf fremde Hilfe, lernt er, dass nicht nur die deutschen SS-Männer seine Feinde sind, auch Verräter unter der Bevölkerung treiben ihn immer weiter auf seiner Flucht durch das Polen von 1940 bis 1945.
Immer wieder findet er freundliche Aufnahme und Widersacher, immer wieder erfährt er Leid, Freud und Verzweiflung.

Die Kulissen wirkten authentisch und die Darsteller der Soldaten, Landsleute, Ärzte und Flüchtlinge waren teils so gut gewählt, dass man sich gut in die Hilflosigkeit der Bewohner und in die Situation damals hineinversetzen konnte. Oft hatte ich Wut, Verachtung oder Mitgefühl für die jeweiligen Personen übrig. Litt mit, wenn der Junge fror, ein Haus brannte, Verrat geübt wurde oder oder oder.

Der Film wechselt von ruhige, fast schönen Szenen zu schnellen, spannenden und auch angstreichen Szenen. Verfolgungen, Überfälle, Verrat. Alles ist dabei.

Die Selbstverständlichkeit, mit der Juden drangsaliert, gejagt und getötet wurden, war überwältigend für mich, da ich sowas ja selbst nicht erlebt habe. Auch die Arroganz, einfach einen kranken Menschen nicht ärztlich zu behandeln, weil er Jude ist, ist in unserer heutigen Zeit erschreckend.


Der Junge Srulik wird von einem Zwillingsbrüderpaar gespielt, was ich im Nachhinein lesen konnte. Ganz am Ende des Filmes können Sie sogar den echten Srulik als Erwachsenen sehen.


Trailer & Buch

Hier finden Sie den Trailer zu Lauf JUNGE LAUF / RunBoyRun
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